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Allgemeines: Die Große Kreisstadt Bühl liegt 15 km südlich von Baden-Baden und 50 km nördlich von Straßburg im Elsass (Frankreich). Geografische Lage: 8° 09' östliche Länge, 48° 42' nördliche Breite, 135 m über Meeresspiegel (Kernstadt) Das Stadtgebiet umfasst die Kernstadt mit dem Stadtteil Kappelwindeck sowie die außerhalb gelegenen Stadtteile Altschweier, Balzhofen, Eisental (mit dem Ortsteil Affental), Moos, Neusatz, Oberbruch, Oberweier, Vimbuch und Weitenung. Das Kreisstadt-Gebiet: erstreckt sich vom Ostrand der Rheinebene (Oberrheinische Tiefebene) mit einer Höhe von 127 m über dem Meer im Stadtteil Oberbruch bis zu 1038 m im Gebiet der "Bühlerhöhe" an der Schwarzwaldhochstraße. Die Landschaft wechselt zwischen Wiesen und Feldern in der Rheinebene, Weinreben im Vorgebirge und den Tannenwäldern des Schwarzwaldes. Städte-Partnerschaften: pflegt Bühl mit Villefranche-sur-Sâone in Frankreich, Schkeuditz in Sachsen, Rayon Kalarasch (Moldova) sowie der Stadtteil Weitenung mit Mattsee in Österreich. |
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| Zeitpunkt: | Ereignis: | |||||
| um 8000 v.Chr. |
Bei Bauarbeiten im Jahr 1897 auf dem Gebiet des Stadtteils Altschweier fand man ein Steinbeil und einige Pfeilspitzen. Auch in Stadtteilen weiter in der Rheinebene wurden einige wenige ähnliche Gegenstände ausgegraben. Diese frühgeschichtlichen Funde sind ein Beleg für die Besiedlung des Bühler Gebietes bereits in der Steinzeit. | |||||
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| ca. 100 n.Chr. |
Von den Römern angelegte Straßen und Wege durchzogen das Land. So wurden auch auf dem Bühler Gebiet zwei so genannte Meilensteine gefunden. Das Original eines der beiden Steine befand bis vor kurzem noch im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe, jetzt wird er im neu eröffneten Bühler Stadtgeschichtlichen Museum ausgestellt. Eine originalgetreue Nachbildung steht auch vor dem Rathaus in Bühl. Dieses Rathaus (eine frühere Kirche) steht teilweise auf den Grundmauern eines warscheinlich römischen Militärgebäudes. Auf dem Bergvorsprung der Burg Windeck befand sich vermutlich ein römischer Wachturm. | |||||
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| 12. Jhdt. |
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| 1149 | Aus diesem Jahr stammt der älteste noch existierende Beleg, in
dem der Ort "buhel" erwähnt wird. Buhel ist das mittelalterliche Wort für Hügel bzw. mäßige Anhöhe. |
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| 1154 | Aus diesem Jahr stammt die älteste bis heute erhaltene Urkunde, in der der Ort Vimbuch, heute ein Stadtteil von Bühl, erwähnt wird. | |||||
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| 1283 | Mindestens seit 1283 (belegt durch eine Urkunde des Klosters Schwarzach) war das Dorf, das jetzt mittelhochdeutsch "Bühel" geschrieben wurde, der Hauptbesitz der Herren von Windeck, bis zum 16. Jahrhundert. Das Dorf gehörte zum Besitztum der Grafen von Eberstein, die es den Windecker zum Lehen gaben. Altschweier erscheint urkundlich zum erstenmal im als Algeswillare oder Algeswilre. Eine in Latein geschriebene Urkunde im Codex Reichenbachensis dokumentiert die Verschenkung von Land an das Kloster Reichenbach durch Luodobert von Staufenberg. |
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| 1324 |
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| 1370 bis 1371 |
Fehde zwischen Reinhard von Windeck und der
Stadt Straßburg, in Folge dessen der straßburgische
Domprobst auf der Burg Windeck gefangen gehalten wurde. Zweimal wurde deshalb die Burg belagert, konnte aber erfolgreich verteidigt werden. Bühl und seine Ländereien selbst wurden aber stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Probst kam erst durch eine Lösegeld-Zahlung frei. |
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| 1403 |
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| 1438 | Erneute Bestätigung des Marktrechts für Reinhard von Windeck durch Kaiser Albrecht II. | |||||
| 1442 | Das Dorf erhält das Privileg für einen Jahrmarkt (Bauernmarkt) | |||||
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| 1481 | Erneute Bestätigung des Marktrechts für Reinhard von Windeck durch Kaiser Friedrich III. | |||||
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| 1488 | Bühl erhält ein Bürgerhaus. | |||||
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| 1514 | Bauernaufstand, angezettelt von dem Steinmetz Bastian Gugel aus Altschweier als Reaktion auf Willkür-Maßnahmen in Sachen Steuer- und Zolleintreibung der markgräflichen Vögte. Der Aufstand wurde aber niedergeschlagen, Gugel und weitere Anführer wurden hingerichtet. Die Unzufriedenheit im ganzen Land hielt jedoch an und es kam 1525 zum Bauernkrieg. |
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| 1592 | Mit dem Tod Jakobs von Windeck starb der letzte männliche Windecker. Das Bühler Reichslehen wurde eingezogen und gelangte schließlich an die Familie der Freiherren von Söltern, bei der es bis 1688 verblieb. | |||||
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| 1605 | Bau des ersten Rathauses in Bühl. | |||||
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| 1622 | Plünderung und Zerstörung der Stadt durch die Kroaten im "Dreißigjährigen Krieg" (1618-1648) | |||||
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| 1643 |
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| 1689 | Zerstörung der Stadt durch französische Truppen im "Pfälzischen Erbfolgekrieg" (1688-1697, König Ludwig XIV [Sonnenkönig] kämpfte gegen die Habsburger um das Erbe von "Lieselotte v.d. Pfalz") | |||||
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| 1703 bis 1707 |
Bühl war Angriffspunkt im Verteidigungswerk der Bühl-Stollhofener Linie wärend des "Spanischen
Erbfolgekriegs" (1701-1714, Ludwig XIV. und der deutsche Kaiser kämpften um die Besetzung des spanischen Throns). Wieder hatte das die Zerstörung der Stadt zur Folge. |
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| 1790 | 1790 entstand aus den Verwaltungsämtern Bühl und Steinbach das Oberamt Yberg mit Sitz in Bühl. Ihm wurden auch die Gemeinden Stollhofen und Söllingen eingegliedert. | |||||
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| 1803 | Baden wird Großherzogtum, was in den darauf folgenden Jahren zu großen Reformen hinsichtlich der Amtszuständigkeiten führte. | |||||
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| 1805 | Bis zu diesem Jahr war Großweier unter Bühler Verwaltung, nach 1805 übernahm das Acherner Amt diese Tätigkeit. Die Gemeinde Ottersweier wurde in diesem Jahr von Vorderösterreich an Baden abgetreten und unterstand jetzt dem Amt Bühl. |
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| 1834 | In diesem Jahr wurde die Gewerbeschule Bühl auf Verfügung des Großherzoglichen Bezirksamts eröffnet. Der Unterricht fand in der Schulstube des Gemeindehauses statt. |
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| 1835 | Der Ort hatte nun 2800 Einwohner und so wurde dem "Marktflecken" Bühl wird durch Großherzog Leopold von Baden das Prädikat "Stadt" erteilt. Originaltext | |||||
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| 1844 | In diesem Jahr wurde Bühl an das Badische Eisenbahnnetz (genauer gesagt an die Strecke Mannheim-Basel) angeschlossen, was auch hier das beginnende Industriezeitalter einläutete. | |||||
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| 1859 | Am 25. März 1859 bekam Bühl die offizielle Genehmigung zur Einrichtung einer freiwilligen Feuerwehr. | |||||
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| 1873 |
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| 1888 |
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| 1897 | Bau einer Eisenbahn-Linie vom Bühler Bahnhof nach Bühlertal. Hierbei wurden im Bereich des heutigen Stadtteils Altschweier Funde gemacht, die eine Besiedelung der Gegend im späten Neolithikum (ca. 8000 v.Chr.) beweisen. Der Bahnbetrieb wurde aber bereits Ende 1956 wieder eingestellt und die Bahnanlagen abgebaut. |
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| 1908 | Gründung der Winzergenossenschaft "Affentaler Naturbauwein", Namensgeber der heutigen "Affentaler Winzergenossenschaft" im gleichnamigen Ortsteil von Eisental. Sie umfasst heute ca. 320 Hektar Reben-Anbaugebiet in Bühl und der näheren Umgebung. | |||||
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| 1911 |
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| 1924 | Wagshurst wurde bis 1936 dem Bezirksamt Bühl unterstellt, heute gehört es zu Achern. | |||||
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| 1930 | ||||||
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| 1934 | Kappelwindeck wird eingemeindet | |||||
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| 1971 | Eingliederung der Gemeinden Neusatz und Oberweier | |||||
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| 1972 | Eingliederung der Gemeinden Balzhofen, Oberbruch und Eisental | |||||
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| 1973 | Eingliederung der Gemeinden Altschweier, Moos, Vimbuch und Weitenung Bühl wird im Zuge der Kreis- und Gemeindereform vom Ministerialrat des Landes Baden-Württemberg zur Großen Kreisstadt erklärt. Es verlor aber den Sitz des Landratsamtes (durch die Auflösung des Landkreises Bühl) und wurde in den neu gegründeten Landkreis Rastatt eingegliedert. |
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| 1993 | ||||||
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| Im neuen Jahr- tausend |
Bühl hat heute über 27.000 Einwohner. Eine starke Industrie und über 250 kleine und mittlere Unternehmen des Handwerks, Handels und der Freien Berufe stellen rund 18.500 Arbeitsplätze zur Verfügung. Aus dem früher landwirtschaftlich geprägten Amtsstädtchen Bühl wurde mittlerweile ein moderner Industrie-Standort. 2003 feierte die Stadt sein 600 Jahre altes Marktrecht. |
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| Quellen- angabe: |
'Kurzgefaßte Stadtgeschichte der Stadtgemeinde Bühl im Herzogthum Baden' - Karl Reinfried, 1877 'Vom Marktflecken zur Großen Kreisstadt' - Stadtverwaltung Bühl/Baden, 1972 'Wie die Bühlerhöhe gebaut wurde' - Curt Rüschhoff, 1964 Homepage der Stadt Bühl - www.buehl.de |
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Links und
Adressen mit weiteren Infos:
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