Die Diode D

2 wird "antiparallel" also mit umgekehrter Polarität zur LED geschaltet. Sie schneidet die negative Halbwelle ab und verhindert somit, dass die LED durch zu hohe Sperrspannung zerstört wird. Geeignet dafür ist jede Universal-Diode, z.B. eine 1

N

4148.
Man kann statt der Universaldiode auch eine zweite LED einsetzen und so auch die negative Halbwelle ausnutzen.
Der Wert des Vorwiderstands berechnet man mit den gleichen Formeln wie oben mit dem Effektivwert der Wechselspannung.
Nachteil dieser Schaltung ist allerdings, dass die LED mit der Netzfrequenz flackert. Wenn dieses stört, kommt man nicht darum, die Wechselspannung gleichzurichten und zu sieben.
Die Leuchtstärke von LEDs wird in mCd (millicandle) angegeben. 1000 mCd (= 1 Cd) entsprechen laut Definition der Helligkeit einer Kerze (engl: candle). Standard-LEDs haben eine Leuchtkraft von bis zu 100 mCd und eignen daher nur für Anzeigezwecke (Kontrollleuchten, Ziffernanzeigen u.ä.).
Vor einigen Jahren kammen wesentlich hellere Typen auf den Markt, die als superhelle LEDs
bezeichnet werden. Diese haben zwischen ca. 500 und bis mittlerweile über 20.000 mCd. Dabei benötigen sie auch nur 20 mA Betriebsstrom.
LEDs mit Leuchtstärken über 10.000 mCd werden häufig auch als ultrahelle LEDs bezeichnet.
Ihre hohe Leuchtstärken wurde durch ständige Verbesserungen im internen Aufbau der LED erreicht.
Außerdem kamen als Neuheit weiße LEDs auf den Markt. Dies sind blaue LEDs mit einer Schicht Phosphor-Leuchtstoff, der, angeregt durch die blaue LED weißes Licht abgibt.
Mit diesen lassen sich z.B. Taschenlampen realisieren, der Vorteil ist der wesentlich höhere Wirkungsgrad, praktisch keine Wärmeverluste und extrem hohe Lebenserwartung des LED gegenüber Glühbirnen.
Superhelle rote LEDs werden inzwischen serienmäßig in Rückleuchten von Autos, Motorrädern und Fahrrädern eingesetzt und an der Realisierung von Frontscheinwerfern wird bereits gearbeitet.