BegriffBedeutung

Akkumulator
Auch Sekundärelement genannt, oder kurz Akku. Speichert elektrische Energie mittels chemischer Vorgänge.
Aufbau: in einem geschlossenen Gehäuse (Zelle genannt) befinden sich 2 von einander getrennte Metall-Platten in einer elektrisch leitenden Flüssigkeit. Wird an die Platten eine Gleichspannung angelegt, bilden sich dort elektrisch geladene Ionen, die die elektrische Leistung speichern und auch nach dem Abklemmen der zugeführten Spannung halten können. Die gespeicherte Leistung kann jetzt wieder entnommen werden, wobei die Ionen wieder zurück gebildet werden.
Für höhere Spannungen werden mehrere Zellen in Reihe geschaltet.
Die wichtigsten Akkutypen sind:
Blei-Akku Zellen-Nennspannung: 2 V, Material: Blei, Schwefelsäure
Anwendungen: Auto-Batterie
Blei-Gel-Akku Aufbau wie Blei-Akku, die Säure ist jedoch nicht flüssig, sondern durch eine Gelmasse gebunden, weshalb der Akku nicht ausläuft und daher lageunabhängig eingesetzt werden kann
Nickel-Kadmium-Akku Zellen-Nennspannung: 1,2 V
Bauformen: Kommt in den verschiedensten Bauformen vor, von der Knopfzelle über die verschiedenen standardisierten Rundzellen-Arten (Micro, Mignon, Baby, Mono u.a.) bis zu Spezialformen. Bis vor wenigen Jahren noch die meistverwendete Akkuzelle für kleine und mittelgroße Geräte, darf aber wegen dem enthaltenen giftigen Kadmium nicht mehr weiter produziert werden (siehe RoHS-Bestimmungen).
Nickel-Metallhydrid-Akku Zellen-Nennspannung: 1,2 V
Ein mittlerweile sehr ausgereifter Akkutyp, der den Nickel-Kadmium-Akku nahezu vollstängig abgelöst hat. Hat bei gleicher Größe mehr als die doppelte Kapazität als dieser.
Bauformen: Wie beim Nickel-Kadmium-Akku
Lithium-Ionen-Akku Zellen-Nennspannung: 3 V
Eine der neuesten Entwicklungen in Sachen Akkutechnologie, mit noch wesentlich höherer Kapazität pro Volumen. Erfordert aber wesentlich mehr technischen Aufwand zum Schutz vor Überladung (Explosionsgefahr) und deshalb ist oft im Akku selbst eine Schutz- und Überwachungselektronik integriert.
Bauformen: spezielle, auf das jeweilige Gerät angepasste Formen
Anwendungen: Handys, Notebooks, kabellose Elektro-Werzeugmaschinen (z.B. Bohrmaschinen) u.ä.
Amateur-
Funk
Amateurfunk ermöglicht Privatleuten, sich mit der Funktechnik aktiv, also auch sendeseitig, zu befassen. Dazu muss allerdings eine Funklizenz erworben werden, indem man eine Prüfung bei der dafür zuständigen RegTP ablegt. Außerdem gelten natürlich Beschränkungen auf ganz bestimmte Frequenzbereiche, Leistungsgrenzen uvm.

Analog-Digital-
Wandler
(A/D-Wandler)
Wandelt ein Analogsignal (Gleich- oder Wechselspannung) in einen Digitalwert um. Dies erfolgt in zeitlich konstanter Abfolge, der so genannten Taktrate. Die Genauigkeit wird durch die Auflösung, d.h. durch die Zahl der Bits pro Digitalwert und die Höhe der Taktrate bestimmt.

Anode
Anschluss einer Spannungsquelle mit Plus-Potential, Gegenstück zur Kathode, mit dem Plus-Symbol (+) gekennzeichnet.
Bei Halbleiter-Dioden, Elektronen-Röhren und anderen polungs-abhängigen Bauteilen bezeichnet es den Anschluss, der auf Plus-Potential liegen muss, damit Strom durch das Bauteil fließt.

Arbeitspunkt
Leerlauf-Betriebszustand einer Analog-Schaltung mit aktiven Bauteilen (Transistoren, Röhren), gekennzeichnet durch den Schnittpunkt der Arbeitsgeraden mit der Kennlinie.
Begriff Bedeutung
Bandbreite Frequenzbereich, der von einen analogen Übertragungssystem verarbeitet werden kann.
Er wird definiert durch die untere und die obere Grenzfrequenz.

Bandpass
Ein Bandpass dient dazu, einen bestimmten Frequenz-Bereich durchzulassen und Frequenzen darunter und darüber zu unterdrücken.
Dies wird durch die Zusammenschaltung von einem Tief- und einem Hochpass erreicht.

Batterie
Übliche, aber eigentlich falsche Bezeichnung für ein Primär-Element. Die eigentliche Bedeutung ist eine Zusammenschaltung mehrerer Primär- oder Sekundär-Elemente, daher ist der Begriff 'Auto-Batterie' völlig richtig, diese ist ja ein Akku mit mehreren Zellen.
Bit Kleinste Informationseinheit in der Informatik/Digitaltechnik. Ein Bit kann nur den Wert 0 (LOW) oder 1 (HIGH) annehmen. 8 Bit ergeben ein Byte.

Blei-Akku
Blei-Gel-Akku

siehe: Akku

Blindkomponente
Bei Schaltungen mit ohmschen und induktiven und/oder kapazitiven Bauteilen (Blindkomponeten) kommt es bei Wechselspannung zur Phasenverschiebung. Der Anteil an der aufgenommenen Gesamtleistung (Scheinleistung) abzüglich der Wirkleistung (ohmscher Anteil) ist die Blindleistung

Blindleistung
Anteil der von einem Bauteil oder einer Schaltung aufgenommenen Leistung, der nicht wie die Wirkleistung von der Schaltung verwertet wird. Verursacht durch die sog. Blindkomponenten der Schaltung.

Blindstrom-
Kompensation
Eine hohe Blindstrom-Aufnahme ist bei einem Gerät meistens unerwünscht. Da induktive und kapazitive Blindanteile sich gegenseitig kompensieren, kann durch das Zufügen von Kondensatoren oder Spulen die Blindstrom-Aufnahme (für eine bestimmte Frequenz, z.B. 50 Hz) gezielt reduziert werden.

Brücken-Gleichrichter
siehe: Gleichrichter

Brumm
Brumm wird verursacht durch vom Stromnetz eingeschleppte Störspannung (50 Hz). Die hohe Verstärkung von Verstärkerschaltungen verstärkt auch dieses unerwünschte Signal, so dass es als unangenehmer tiefer Ton im Lautsprecher hörbar wird. Eingeschleppt werden kann er durch schlechte Abschirmung des Verstärkers oder der Signal-Zuleitungen und durch unzureichend gesiebte Stromversorgung.

Brumm-
Kompensation
Die Heizung bei Verstärker-Röhren erfolgt aus Kostengründen in der Regel mit Wechselspannung. Diese verursacht aber ein unerwünschtes Brummen. Durch ein gezieltes gegenphasiges Zuführen eines kleinen Teils der Netzspannung auf den Eingang des Verstärkers kann dieses kompensiert werden. Häufig wird dabei ein Potentiometer zum Feinabgleich eingesetzt.

Brumm-
Schleife
Brumm kann auch direkt über die Masse eingestreut werden, wenn z.B. die Masseanschlüsse von zwei Geräten mit einander verbunden werden. (z.B. Schutzerde vom Verstärker und Masse der Hausantennenanlage vom TV). Geringste Potenzialunterschiede verursachen Ausgleichsströme über die Abschirmung der Audioleitung von Gerät zu Gerät, was zur Induktion von Störspannungen auf den Innenleiter führt.

Bundesnetzagentur
Derzeitige Bezeichnung der Behörde, die unter anderem für die Koordination der Hochfrequenz-Bereiche in Deutschland zuständig ist. Früher war das die Aufgabe der (staatlichen) "Deutschen Bundespost".

Byte
Informationseinheit in der Informatik/Digitaltechnik. Ein besteht aus 8 Bit und kann 256 Werte annehmen. Größere Einheiten sind kilo-Byte (kByte) = 1024 Byte und Mega-Byte (MByte) = 1024 kByte.
BegriffBedeutung

CCD
Steht für: Charge Coupled Device
Sonderform eines MOS-Speicher-Bausteins mit Ladeverschiebungs-Technik (Serienspeicherung/Schiebe-Register) für Analog-Signal-Pegel.
Die Lichtempfindlichkeit der Speicherzellen ermöglicht es, damit Aufnahme-Senoren für Video- und Digital-Foto-Kameras zu bauen.

Clipping
Wird ein Linear-Verstärker übersteuert, geht er in die Begrenzung und es werden die Signalspitzen der Ausgangsspannung abgeschnitten. Diesen Effekt nennt man im Englischen Clipping, bei HiFi-Geräten ist der Effekt unerwünscht, weil er starke Verzerrungen verursacht.
Elektronen-Röhren begrenzen aufgrund ihrer stärker gekrümmten Kennlinien nicht so schlagartig wie Transistoren. Deshalb sind z.B. Gitarrenverstärker mit Röhren so beliebt, wegen dem "Röhren-Sound".

C-MOS
siehe: MOS

Crominanz
Begriff aus der Fernseh-Technik für den Anteil im Video-Signal, der die Farbinformationen enthält.

CTCSS
Steht für: Continous Tone Controlled Squelch System
Ein Verfahren bei Sprechfunk-Geräten, bei dem ein Subton niedriger Frequenz zusammen mit der Sprache übertragen wird. Dieses gewährleistet bei damit ausgerüsteten Geräten, dass auch bei Mehrfachbelegung des Kanals die Rauschsperre nur bei der Gegenstation mit dem richtigen Subton öffnet.
BegriffBedeutung

Deemphase
siehe: Emphase

Demodulator
Baugruppe in einem Empfänger die das der Trägerwelle aufmodulierte Nutzsignal wieder zurückgewinnt.

Digital-Analog-
Wandler (DAC)
Wandelt ein digitalisiertes Analogsignal wieder in seine Analogform zurück.
Beispiel für einen weit verbreiteten Einsatz: Zur Rückwandlung der Musik- und Bildinformationen auf CDs und DVDs in den entsprechenden Abspielgeräten.

Digital Audio
Broadcasting
(DAB)
Digital-Rundfunk-System, das das analoge UKW-Radio in Zukunft ersetzen soll. In Deutschland seit 1999 bereits in Betrieb, der erhoffte Verkaufserfolg bei den dazugehörigen Empfangsgeräten ist nicht eingetreten. Wegen technischen Vorteilen könnte das modernere DVB das Ende für DAB bedeuten.

Digital Multimedia
Broadcasting
(DMB)
Ursprünglich eine Weiterentwicklung von DAB, aber wurde mittlerweile weltweit zu verschiedenen, untereinander nicht kompatiblen Systemen, weiter entwickelt.

Digitaler Signal-
Prozessor
(DSP)
Ein auf die Verarbeitung von Analogsignalen spezialisierter Mikroprozessor zur Bearbeitung von Audio- und Video-Signalen.

Digital Video
Broadcasting
(DVB)
Digital-TV-System, welches das analoge Fernsehen in Zukunft ersetzen soll.
Man unterscheidet zwischen:
DVB-T:
(terrestrisch)
Die Sender stehen wie bisher auf exponierten Standorten und in Ballungsgebieten und bestreichen ein Gebiet von einigen Kilometern Durchmesser, Dieses System wurde 2003 in Deutschland eingeführt und der Ausbau soll bis 2010 abgeschlossen sein.
DVB-S:
(satellitengestützt)
TV-Satelliten wie Astra u.a. senden mittlerweile auch Digital-TV aus
DVB-H:
(handheld)
Standard seit 2004, soll den Empfang mit kleinen Taschenempfängern (z.B. im Mobile-Telefon integriert) ermöglichen.
DVB-SH:
(handheld)
Weiterentwicklung von DVB-H, wobei die Aussendung des TV-Signals nicht terrestrisch sondern über Satellit erfolgt. Die Einführung in Europa ist für 2009 geplant.

Diode
Röhre oder Halbleiter
Eine Diode lässt Stromfluss nur in eine Richtung zu.
Durch diese Ventilwirkung eignet sie sich z.B. zum Gleichrichten, d.h. sie wandelt die Halbwellen einer Wechselspannung in Gleichspannungs-Impulse um.

Dipol-Antenne
Grundform für die meisten Antennen. Entwickelt von Heinrich Hertz.
Der Dipol muss exakt für die gewünschte Empfangsfrequenz bemessen sein, seine Gesamt-Länge muss der Hälfte der Wellenlänge entsprechen.
Der Einspeisepunkt ist in der Mitte (niederohmig) oder an einem der Enden (hochohmig). Die Dipol-Antenne ist die Referenz bei der Angabe des Gewinns von Antennen anderer Bauform.

Drain
Anschluss bei einem FET-Transistor.
Entspricht dem Kollektor-Anschluss bei bipolaren Transistoren.

Dreh-Kondensator
(kurz: Drehko)
Bei Dreh-Kondensatoren kann der Kapazitäts-Wert über eine Drehachse von Hand verändert werden. Das dient dazu, die Abstimm-Frequenz eines HF-Schwingkreises und damit z.B. die Empfangsfrequenz eines Empfängers zu verändern. Der Variationsbereich üblicher Drekos beträgt ca. 1:10. Meist sind mehrere Drehkos durch die Achse verbunden und werden dadurch gleichzeitig eingestellt.
Drekos sind (zumind. in der Unterhaltungs-Elektronik) mittlerweile durch die viel preiswerteren und kleineren Kapazitäts-Dioden abgelöst worden.

Drehstrom
Ein Drehstrom-Anschluss verfügt über 3 spannungsführene Anschlüsse (Phasen) und eine gemeinsame Rückleitung (Nullleiter).
Die Wechselspannungen der 3 Phasen sind jeweils um 120° phasenverschoben. Die Effektivspannung der Phasen gegen den Nullleiter beträgt 230 V, zwischen den einzelnen Phasen 400 V.

Dynamik-
Kompression
Die Dynamik bezeichnet die Differenz zwischen lauten und leisen Signalanteilen in einer Audio-Übertragung. Eine Reduzierung der Dynamik (Kompression) verbessert z.B. die Verständlichkeit von Sprache, insbesondere an Orten mit lauten Hintergrund-Geräuschen. Rundfunksender bedienen sich der Kompression auch bei Musik um einen "druckvollen Sound" zu erreichen.
BegriffBedeutung

Effektivwert
Vergleichswertangabe bei gleichförmigen Wechselspannungen und -Strömen. Sie gibt den Mittelwert an, entsprechend dem Wert einer Gleichspannung mit der gleichen Wirkleistung.
Das Verhältnis zwischen Dem Effektivwert und dem Scheitelwert ergibt den Formfaktor.

Elektrolyt-
Kondensator
(kurz: Elko)
Ein Elektrolyt-Kondensator ist so aufgebaut: Eine Kondensatorplatte besteht aus einer Aluminium-Folie, die andere Platte besteht aus einem Elektrolyt (leitfähige Flüssigkeit).
Die Isolation bildet eine hauchdünne, chemisch erzeugte Oxydationsschicht auf der Folie. Der Elko darf aber nur mit einer richtig gepolten Gleichspannung betrieben werden, da die Oxydschicht bei falscher Polung wieder abgebaut werden würde.
Deshalb finden Elkos nur Verwendung bei Gleichspannungen, denen eine (kleinere) Wechselspannung überlagert ist um letztere entweder von der Gleichspannung zu trennen (z.B. als Koppelkondensator zwischen Verstärkerstufen) oder um die Wechselspannung nach Masse kurzzuschließen (z.B. als Siebkondensator in Netzteilen)
Dafür haben Elkos viel höhere Kapazitätswerte als z.B. Folienkondensatoren, gängig sind Kapazitäten ab 1 µF bis mehrere zig-tausend µF, Sonderformen sogar noch viel mehr.

Elektromagnetische
Verträglichkeit
(kurz: EMV)
Vorschrift für alle Elektro- und Elektronik-Geräte. Sie verlangt, dass diese weder durch eigene Störstrahlung andere Geräte stören und auch durch die Störstrahlung von anderen Geräten nicht selbst in der Funktion beeinträchtigt werden kann.
Außerdem schreibt sie Grenzen für die Rückwirkungen vor, die netzbetriebene Geräte auf das Stromnetz durch nichtlineare Stromspitzen o.ä. verursachen.

Emphase
Methode zur Rauschminderung bei drahtloser Signalübertragung von Audio- und Video-Signalen. Dazu wird Senderseitig der Lautstärkepegel im Hochtonbereich angehoben.
Empfängerseitig wird dieser wieder abgesenkt (Deemphase) um den Frequenzgang wieder zu linearisieren. Als gewünschter Effekt wird dadurch das Rauschen, das bei hohen Signal-Frequenzen besonders störend wirkt, mit abgesenkt.
BegriffBedeutung

Fan-out
Angabe für die Belastbarkeit des Ausgangs eines Logik-Gatters
Sie gibt an, wie viele Eingänge weiterer Gatter maximal gleichzeitig parallel angeschlossen werden dürfen, ohne den Ausgang zu überlasten.

Feldstärke
Die am Empfangsort erzeugte Stärke des elektromagnetischen Feldes eines Senders.
Sie nimmt quadratisch mit der Entfernung vom Sender ab.

Field Programmable
Gate Array (FPGA)
Eine vom Anwender (Gerätehersteller) programmierbare integrierte Schaltung (IC), die aus Logik-Blöcken für die Ein- und Ausgänge besteht, der Anwender legt selbst die logischen Verknüpfungen zwischen Ein- und Ausgängen fest.

Flash-RAM
Speicherbaustein, der elektrisch programmiert und gelöscht wird und seinen Inhalt, im Gegensatz zu normalen RAM-Speichern (DRAM, SRAM) auch ohne Betriebsspannung behält.

Flip-Flop
Kippstufe mit zwei stabilen Zuständen (bistabil). Anwendung: Speicherstufe.
D-Flip-Flop: besitzt einen Eingang (D), über den die Stufe gesetzt und rückgesetzt wird
K-Flip-Flop: besitzt getrennte Eingänge für Setzen (J) und Rücksetzen (K)

Formfaktor
Der Formfaktor besagt das Verhältnis zwischen Effektiv- und Spitzenwert einer Wechselspannung. Ein Rechtecksignal hat den Wert 1, ein Sinussignal 0,707.
Preisgünstige Multimeter mit Wechselspannungs-Messbereich rechnen oft mit dem Formfaktor für Sinus und zeigen dann bei anderen Signalformen falsche Werte an!
Bessere Geräte (oft mit der Angabe "TRUE-RMS-Messung") haben aufwändigere Messwandler und machen diesen Fehler nicht.

Foto-
Widerstand
Lichtabhängiger Widerstand. Sein ohmscher Widerstand ändert sich je nach Stärke der Beleuchtung von mehreren MOhm bei völliger Dunkelheit bis auf wenige Ohm bei Tageslicht.

Foto-
Transistor
Lichtempfindlicher Transistor. Statt eines Basis-Stroms steuert hier über eine Linse direkt auf den Kristall gerichtetes Licht den Kollektor-Strom. Die Verstärkung macht den Foto-Transistor wesentlich empfindlicher als eine Foto-Diode.

Fourier-
Reihe
Der franz. Mathematiker Fourier erkannte, dass sich alle periodische Funktionen durch die Summierung von Sinus- und Cosinus-Anteilen mit wachsender Frequenz und einem Gleichanteil darstellen lassen.

Frequenz-
Kompensation
Interner oder externer Hochpass, der bei einer Verstärkerstufe durch Gegenkopplung die obere Grenzfrequenz reduziert und damit Schwingneigung verhindert.

Frequenz-
Umtastung (FSK)
Soll eine digitale Information über größere Entfernungen übertragen werden, wird dazu die Frequenz-Umtastung angewendet. Dabei wird dem LOW- und HIGH-Pegel je eine Tonfrequenz zugewiesen. Durch darauf abgestimmte Filter wird eine bessere Störsicherheit erreicht.
BegriffBedeutung

Galvanische
Trennung
Eine galvanische Trennung ist dann erforderlich, wenn eine Signalübertragung zwischen 2 Stromkreisen erfolgen muss, aber keine elektrisch leitende Verbindung bestehen darf, weil z.B. der eine Stromkreis Netzspannung führt.
Die Übertragung erfolgt dann entweder über einen Trafo/Übertrager (Leistungsübertragung) oder einen Optokoppler (Signalübertragung).

Gate
Steueranschluss bei FET-Transistoren, entspricht dem Basis-Anschluss bei bipolaren Transistoren.
Es gibt auch MOS-FET-Transistoren mit 2 Gate-Eingängen (Dual-Gate-FETs) speziell für Empfänger-Eingangs- und Misch-Stufen.

Gedruckte
Schaltung
Wurden die Bauteile einer elektronischen Schaltung früher auf Lötösen montiert und mit Drähten untereinander verbunden, so verwendet man heute eine gedruckte Schaltung (Platine) dafür.
Sie ist gleichzeitig Befestigung und Verdrahtung für die Bauteile. Auf ihr wurden durch ein Ätzverfahren aus einer ursprünglich die ganze Platine bedeckenden Kupferschicht so genannte Leiterbahnen herausgeätzt, die die Bauteile in der gewünschten Weise mit einander verbinden. Diese stecken in Bohrungen und sind dort mit den Kupferbahnen verlötet.

Gegenkopplung
siehe: Rückkopplung

Gleichrichter
Schaltung aus einer oder mehreren Dioden (Halbleiter oder Röhren) zur Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom. Die Ventilwirkung der Diode sorgt dafür, dass z.B. nur die positiven Halbwellen einer Wechselspannung weitergeleitet werden.
In Netzteil-Schaltungen glättet ein nachgeschalteter Siebkondensator daraufhin diese Halbwellenimpulse (Tiefpass) und man hat eine relativ saubere Gleichspannung.
Ein mit 2 Dioden aufgebauter Zweiweg-Gleichrichter kann sogar beide Halbwellen ausnutzen, was die Energieausnutzung verbessert und den Siebaufwand verringert. Dafür sind aber zwei Sekundärwicklungen beim Netztrafo erforderlich, was dessen Kosten erhöht.
Ein mit 4 Dioden aufgebauter Brückengleichrichter, auch Graetz-Gleichrichter genannt, kann ebenso beide Halbwellen ausnutzen, ohne dass 2 Trafo-Wicklungen nötig sind. Deshalb ist diese Schaltung seit langem die Verbreitetste, es gibt auch fertig aufgebaute Brückengleichrichter bei denen die 4 Dioden in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind.

Gleichtakt-
Unterdrückung
Eigenschaft von Differenz-Verstärkern, Störspannungen, die den beiden symetrischen Eingängen phasengleich überlagert sind, zu unterdrücken. Angabe erfolgt in dB.

Glimmlampe
Lampe, die nach dem Prinzip der Gasentladung arbeitet. In einem Glaskolben befinden sich zwei meist stabförmige Elektroden. Sie sind von einander isoliert, aber mit geringem Abstand (ca. 1 mm) von einander montiert. Der Glaskörper ist luftleer (Vakuum) und nur mit Spuren von Edelgas, meist Neon gefüllt.
Ist die angelegte Spannung hoch genug, wird das Gas zum Leuchten angeregt.
Anwendungen: Kontroll-Lämpchen für netzbetriebene Geräte, Überspannungsschutz.

Grenzfrequenz
Frequenzgrenzen, bei der die Verstärkung eines Verstärkersystems, Filters o.ä. um 3 dB, d.h. auf 70,7 % gegenüber dem Maximalwert abgesunken ist. Man unterscheidet zwischen der unteren und der oberen Grenzfrequenz. Der dazwischen liegende Bereich bestimmt die Bandbreite des Systems.
BegriffBedeutung

Halbleiter
Werkstoffe, deren Leitfähigkeit zwischen derjenigen von Isolatoren und Metallen liegt.
Halbleiter-Werkstoffe sind: Germanium, Silizium, Selen u.a.
Diese sind in reiner Form praktisch nicht leitend. Die elektrischen Eigenschaften der Halbleiter können aber durch Dotierung mit Fremdatomen gezielt verändert werden.
Dadurch wird gezielt die Gitterstruktur mit (Elektronen-)Fehlstellen (P-leitend) oder Elektronen-Überschuss (N-leitend) angereichert. Durch das Aneinanderfügen von P- und N-leitenden Schichten kommt man zu den PN-Halbleiterschichten.

Heißleiter
siehe: NTC-Widerstand

Hell-Schreiber
Übertragungs-Verfahren für Texte aus der vor-digitalen Zeit, benannt nach seinem Erfinder Hell.
Das Verfahren kennt nur Großbuchstaben und Satzzeichen, sie werden empfangsseitig fortlaufend auf einen schmalen Papierstreifen gedruckt. Jedes Zeichen ist dabei in 5 senkrechte Streifen unterteilt, die nach einander geschrieben werden, ähnlich wie bei einem Matrixdrucker. Sender- und empfängerseitig müssen Geber und Schreiber völlig synchron laufen, ohne dass irgend welche Synchronimpulse mit übertragen werden. Deshalb wurde der Text sendeseitig zuerst auf Lochstreifen geschrieben, die den Geber zeitkonstant mit Signalen beliefern konnten.

HiFi-Norm
Industriestandard seit 1971 (DIN 45.500)
Legt die Mindest-Daten für Geräte der Unterhaltungs-Elektronik fest, die dieses Gütesiegel tragen wollen. Da die Norm jedoch kaum dem technischen Fortschritt angepasst wurde, stellt sie heute in vielen Punkten keine wirkliche Beurteilungsgrundlage für hochwertige Geräte mehr dar.

Hochpass
Ein Hochpass dient dazu, hohe Frequenzen durchzulassen und tiefe Frequenzen und Gleichspannung zu unterdrücken.
Die einfachste Form eines Hochpasses ist ein in die Signalleitung in Serie geschalteter Kondensator, da dessen Wechselstrom-Widerstand mit steigender Frequenz immer niedriger wird.

Hybrid-
Modul
Integrierte Schaltung, die aber nicht auf reiner Halbleiter-Basis aufgebaut ist.
Vielmehr besteht sie aus einer Platine, auf die die Komponenten wie Transistoren, Widerstände usw. in einer Kombination aus SMD und Dickfilmtechnik aufgebracht sind. Die ganze Schaltung ist in einem Kunststoffgehäuse untergebracht, meist mit einer Aluminium-Platte als Rückseite zur Montage auf einem Kühlkörper.
Bild eines geöffneten Hybrid-Moduls
BegriffBedeutung

I²C-Bus
Der I²C-Bus (Inter-IC-Bus) ist eine bidirektionale Zweidraht-Verbindung zur Kommunikation zwischen mehreren integrierten Schaltungen.
Er ist für Multimasterbetrieb ausgelegt, d.h. dass jeder Baustein mit jedem kommunizieren kann.
Über das Adresswort oder Datenwort wird die Priorität einer Nachricht festgelegt.

IGBT
Insulated Gate Bipolar Transistor
Bipolarer Transistor mit isoliertem Steuer-Gate wie beim Feldeffekt-Transistor.
Verwendung als Hochleistungs-Transistor, es werden Typen gefertigt mit Kollektor-Spannungen bis mehrere kV und Kollektorströmen bis 3 kA.
Da der Durchlass-Widerstand nicht unter einige Ω absinken kann, ist der IGBT nicht für Niederspannungsanwendungen geeignet.

Impedanz
Wechselstrom-Widerstand eines Bauteils oder einer Schaltung. Nur bei rein ohmisch wirkenden Bauteilen ist dieser Wert unabhängig von der eingespeisten Frequenz.

Integrierte Schaltung
(IC)
Elektronische Schaltung auf Halbleiterbasis, meist Silizium. Die Schaltung kann, je nach Anwendungszweck, einige wenige oder bis zu mehrere Millionen Bauelemente (Transistoren, Dioden und Widerstände) enthalten.
Es werden sowohl Analog-, Digital-Schaltungen und auch Mischformen davon produziert.
Der Halbleiterchip ist zum Schutz der Schaltung in ein Gehäuse aus Kunststoff oder Keramik eingebaut, die Anschlüsse sind seitlich oder auf der Unterseite angebracht.

Intermodulation
Zu Intermodulationen kommt es, wenn eine Verstärkerstufe mit nicht perfekt gerader Kennlinie zwei oder mehr Frequenzen gleichzeitig übertragen muss. Dann entstehen durch Verzerrungen Mischprodukte und damit neue Frequenzen, die im ursprünglichen Signal nicht enthalten waren. Bei HF-Verstärkerstufen in Empfängern entsteht so Kreuzmodulation und bei NF-Verstärkern kommt es zu besonders unangenehm klingenden Verzerrungen.

ISM-Bereich
ISM = Industrial / Sientific / Medical (Industrie / Wissenschaft / Medizin)
Bezeichnung für die Funkfrequenz-Bereiche, die von der Regulierungsbehörde für allgemeine Anwendungen für Jedermann (in der Regel anmeldungs- und gebührenfrei) zugelassen sind.
Die wichtigsten Bereiche sind:
- 27 MHz (CB-Sprechfunk, Fernsteuerungen, Babysitter usw.)
- 433 MHz (LPD-Srechfunk, drahtlose Kopfhörer, Mikrofone, Computer-Peripherie usw.)
- 860 MHz (Fernsteuerungen)
- 2,4 GHz (Bluetooth, Video-Übertragung usw.)
BegriffBedeutung

Jedermann-Funk
Allgemeine Bezeichnung für Sprechfunk-Geräte kleiner Leistung, die von Jedermann im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen benutzt werden dürfen.
Die ersten Geräte in Deutschland waren die in den 1970er Jahren freigegebenen CB-Sprechfunk-Geräte im 27 MHz-Band, mittlerweile sind die so genannten LPD-, PMR- und Freenet-Geräte dazu gekommen, die alle auf anderen Frequenzbereichen arbeiten.
BegriffBedeutung

Kapazitäts-
Diode
Hier wird der Effekt genutzt, dass eine in Sperrrichtung betriebene Diode eine Kapazität von einigen Piko-Farad aufweist. Der Wert ist dabei abhängig von der Höhe der Sperrspannung, d.h. die Kapazität wird kleiner, je größer die (Gleich)-Spannung ist.
Kapazitäts-Dioden werden deshalb zur Abstimmung der Resonanz-Frequenz bei HF-Schwingkreisen von LW bis UHF eingesetzt und ersetzen die früher gebräuchlichen Dreh-Kondensatoren.

Kathode
Anschluss einer Spannungsquelle mit Minus-Potential, Gegenstück zur Anode, mit dem Minus-Symbol (-) gekennzeichnet.
Bei Dioden bezeichnet es den Anschluss, der auf Minus-Potential liegen muss, um Stromfluss zu ermöglichen.

Kennlinien-
Feld
Grafische Darstellung des Zusammenhangs zwischen zwei Größen (z.B. Strom und Spannung) und einer dritten Größe (dem Parameter). Für einzelne Werte des Parameters wird jeweils eine eigene Kennlinie in ein gemeinsames Koordinatenfeld gezeichnet.

Koerzitivkraft
Fähigkeit eines Werkstoffes für Dauermagnete, die Magnetisierung langfristig halten zu können. Wertangabe erfolgt in "Oersted"

Komparator
Differenzverstärker (Operationsverstärker) mit zwei Eingängen. Der Komparator (Vergleicher) vergleicht die beiden Eingangsspannungen. Der Verstärker arbeitet mit voller Leerlauf-Verstärkung, weshalb der Ausgang je nach der Differenz zwischen den Eingangsspannungen auf maximale positive oder negative Ausgangsspannung springt.

Kondensator
von lat.: condensus = dichtgedrängt
Elektrisches Bauteil, bestehend aus 2 sich in geringem Abstand gegenüberliegenden, aber durch eine Isolierschicht bzw. Luft von einander getrennten Platten.
Der Kondensator ist für Gleichstrom eine Unterbrechung im Stromkreis, aber für Wechselstrom um so durchlässiger, je größer die Fläche der Platten und je geringer der Abstand zu einander ist.

Kreuzmodulation
Unerwünschter Störeffekt bei Funk-Empfängern: An der nie ganz linearen Eingangs- und Mischstufe des Empfängers kommt es bei hohen Empfangsfeldstärken zur Mischung (Intermodulation) zwischen mehreren Sender-Signalen, woraus dann neue Frequenzen entstehen, die in Wirklichkeit nicht vorhanden sind und den Empfang empfindlich stören können. Diese Störungen fallen auch deshalb auf, da sie die Modulation beider ursprünglicher Sender gleichzeitig enthalten, daher auch die Bezeichnung.
Neben der Linearität der Eingangsstufe ist auch deren Selektion (Eingangs-Bandbreite) ein Mittel gegen Kreuzmodulation. Als letztes Mittel dient ein zuschaltbares Dämpfungsglied, das zwar die Empfindlichkeit deutlich verringert, die Eingangsstufen aber soweit entlastet, dass der Empfang insgesamt wieder besser wird.
BegriffBedeutung

Leckstrom
Auch Isolationsstrom genannt.
Er fließt bei nicht ganz idealen Isolatoren (rein ohmisch).

Leistungs-
Anpassung
Leistungsanpassung liegt dann vor, wenn der Innenwiderstand einer Signal- oder Energiequelle identisch ist mit dem Widerstand des angeschlossenen Verbrauchers. Nur dann ist es möglich, dem Generator die maximale Leistung zu entnehmen, wenn auch die Energieverluste im Generator dabei am größten sind (Spannungsabfall am Innenwiderstand).

Leistungs-
Faktor
Angabe des Verhältnisses von Wirkleistung zu Scheinleistung bei Wechselstrom.
Bei Phasenverschiebung = 0 (rein ohmische Last) ist das Leistungsverhältnis 1

Leistungs-
Kondensator
Bezeichnung für einen Kondensator, der zur Blindstrom-Kompensation dient

Leuchtdiode
(LED)
Leuchtdioden sind Dioden, die bei Stromfluss in Durchlassrichtung Licht einer bestimmten Farbe abstrahlen. Erfunden wurden sie 1962 in den USA. Lange gab es sie nur in den Farben rot, gelb und grün, in den 190er Jahren kamen noch blaue LEDs dazu, aber die erzielte Helligkeit war bei allen gering.
Vor einigen Jahren kamen dann sogenannte superhelle und ulrahelle LEDs auf den Markt.
Diese können auch für Beleuchtungszwecke wie Signalleuchten, Rücklichter bei Fahrzeugen, Taschenlampen u.ä. verwendet werden. Durch Zufügen von Phosphor-Leuchtstoffen können auch andere Farben und insbesondere weiß leuchtende LEDs hergestellt werden. LEDs in der Praxis

Linear-Regler
siehe: Spannungs-Regler

Lithium-Ionen-Akku

siehe: Akku

Low-Drop-
Spannungsregler
(LDO)
Lineare Längs-Spannungsregler, z.B. die 78xx-Festspannungsregler-Serie, benötigen je nach Schaltungsart eine Mindest-Spannungsdifferenz von 1,5 bis 2,5 Volt zwischen Eingang und Ausgang um richtig arbeiten zu können.
Bei Low-Drop-Reglern darf die Spannungsdifferenz dagegen deutlich geringer sein (unter 0,5 V), was die Energie-Verluste verringern kann, besonders wichtig bei batteriebetriebenen Geräten.

Luminanz
Begriff aus der Fernseh-Technik für das Bildhelligkeits-Signal.
BegriffBedeutung

Masse
Bezugspotenzial in einer elektronischen Schaltung. Alle Spannungsangaben beziehen sich normalerweise auf Massepotenzial. Bei modernen Transistor-Schaltungen liegt Masse meist am Minus-Anschluss der Betriebs-Spannung

Mitkopplung
siehe: Rückkopplung

MOS
Abkürzung für Metall-Oxid-Silizium, eine Fertigungstechnik für Transistoren und Integrierte Schaltungen. Die Bezeichnung nennt bereits den Aufbau: Die Siliziumscheibe ist auf der Oberfläche mit einer Oxidschicht bedeckt und darauf sind die Steuerelektroden (Gates) aus Metall, meist Aluminium aufgebracht.
Es wird in N- und P-Kanal-Technik gefertigt.
Eine Kombination von P- und N-Kanal-Transistoren auf dem gleichen Substrat wird als 'Compementary CMOS' (C-MOS) bezeichnet.

Multivibrator
Astabile Kippstufe, zur Erzeugung von rechteckförmigen Impulsformen, die Bezeichnung deutet auf die Vielzahl der Oberschwingungen des Signals hin (siehe Fourier-Reihe).

Musik-Leistung
(engl.: music power) maximale Ausgangsleistung eines Audio-Verstärkers bei impulsförmiger Ansteuerung. Dieser Wert ist höher als die Sinus-Dauerleistung, da die unstabilisierte Betriebsspannung handelsüblicher Verstärker nach kurzen Leistungs-Impulsen nicht so stark absinkt, wie bei konstanter Belastung. Außerdem wird nicht mit sinusförmigem Signal sondern mit Rechteck gemessen, womit die Spitzenleistungswert weiter ansteigt (Formfaktor).
BegriffBedeutung

Nickel-Kadmium-Akku
Nickel-Metallhydrid-
Akku

siehe: Akku

Notch-Filter
Schmalbandiges Kerbfilter, das einen kleinen Bereich innerhalb des ZF-Durchlass-Bereichs ausblendet. Einsatz in Empfängern zur Unterdrückung von störenden Interferenztönen.

NTC-Widerstand
Auch Heißleiter genannt, ohmischer Widerstand mit stark temperaturabhängigem Wert, der mit steigender Temp. absinkt (negativer Temperatur-Koeffizient)
Dient als Messfühler, zur Arbeitspunkt-Stabilisierung von Leistungsstufen und zur Einschaltstrom-Begrenzung.
Die meisten nichtmetallischen elektrischen Leiter (z.B. Kohlenstoff) haben einen negativen Temperatur-Koeffizient. Siehe auch PTC.
BegriffBedeutung

OFW-Quarz
Abkürzung für: Oberflächenwellen-Quarz
Spezielle Bauform von Quarzen für Frequenzen über ca. 100 MHz. Bei herkömmlichen Quarzen schwingt das ganze Plättchen mit der Resonanzfrequenz. Bei OFW-Quarzen dagegen ist das Plättchen fest auf einer Trägerplatte montiert und durch aufgedampfte Elektroden wird nur die Oberfläche zum Schwingen angeregt. Dadurch sind viel feinere Strukturen und somit höhere Grundfrequenzen möglich.

Operations-Verstärker
(OP)
Verstärker mit Differenz-Eingang, sehr hoher Eingangs-Impedanz, sehr hoher Leerlauf-Verstärkung und niedriger Ausgangs-Impedanz.
Die Bezeichnung kommt von der Möglichkeit, mit OPs mathematische Operationen mit analogen Signalen durchführen zu können.
Gängigste Grundschaltungen: Multiplizierer, Invertierer, Summierverstärker, Integrator, Komparator

Opto-Koppler
Ein Bauteil zur Übertragung von Signalen von einer Baugruppe zu einer Anderen, zwischen denen eine galvanischen Trennung erforderlich ist.
Im Inneren befindet sich eine Leuchtdiode und ein Fototransistor (o.ä.), das Licht der LED überträgt das Signal auf den Transistor. Optokoppler haben meist die Bauform einer integrierten Schaltung und enthalten bis zu 4 getrennte Koppler. Der Abstand zwischen LED und Transistor bestimmt die Spannungsfestigkeit des Optokopplers (bis zu mehreren 1000 V)

Oszillator
Schaltung zur Erzeugung von Nieder- oder Hochfrequenz-Schwingungen.
Arbeitsweise: Bei einer Verstärkerstufe wird der Ausgang gleichphasig auf den Eingang zurückgeführt (Mitkopplung), was zur gewollten Selbsterregung der Schaltung kommt. Durch Selektion (meist durch einen Schwingkreis) kann die Frequenz genau bestimmt werden.
BegriffBedeutung

Phantomspeisung
Viele Mikrofone, insbesondere Kondensator-Mikrofone benötigen eine Betriebsspannung. Nur in Ausnahmen ist dazu eine Batterie direkt im Mikrofon-Gehäuse untergebracht, meist wird die Betriebsspannung über das Mikrofonkabel z.B. aus dem Mischpult zugeführt.
Dann spricht man von Phantomspeisung. Auch die Mikrofone für Computer-Soundkarten werden von dieser mit Spannung versorgt.

Phasenanschnitt-
Steuerung
Grundprinzip bei Wechselspannungs-Dimmern
Durch Phasenverschiebung mit einem (variablen) RC-Glied wird der einbebaute Triac bei jeder Halbwelle zeitverzögert gezündet (durchgeschaltet), wodurch die Wirkleistung für den angeschlossenen Verbraucher nahezu verlustfrei reduziert wird.

Phase Locked Loop (PLL)
Phasenregelschleife
Schaltung zur Synchronisation von zwei Oszillator-Frequenzen. So kann z.B. ein VCO in Verbindung mit einem variablen Frequenz-Teiler und einem Quarz-Oszillator stabilisiert werden.

Phasen-Diskriminator
Schaltung zur Demodulation.
Sie erkennt die Phasendifferenz zwischen 2 Eingangssignalen und erzeugt eine dazu proportionale Ausgangs-Gleichspannung

PMPO
Peak Maximum Power Output - Fantasieangabe zur Leistung von Lautsprechern und Verstärkern.
Der Wunsch nach immer mehr Leistung für immer weniger Geld insbesondere jugendlicher Car-HiFi-Konsumenten hat die Fernost-Industrie dazu bewogen, eine neue "Leistungsdefinition" zu erfinden. Auch bei Computer-Aktiv-Lautsprechern unseriöser Fabrikate findet man häufig Angaben wie z.B. "250 Watt PMPO".
In Wirklichkeit liefern diese aber nur wenige Watt Musik-Leistung!

PN-Halbleiterschicht
Werden zwei Halbleiter-Schichten unterschiedlicher Dotierung übereinander geschichtet, erfolgt an der Berührungsschicht ein Ausgleich zwischen den freien Elektronen der N-Schicht und den Fehlstellen der P-Schicht, wodurch sich eine dünne, isolierende Schicht bildet.
Wird eine Spannung angelegt, so zeigt der PN-Übergang eine Ventilwirkung, d.h. je nach Polung der Spannung wird die Schicht leitend oder sperrend, man hat die Funktion einer Diode.

Power-Factor
Correction
(PFC)
Netzgeräte, insbesondere Schaltnetzgeräte, verursachen einen nicht zur Netzspannung proportionalen Eingangsstrom, da der in ihnen enthaltene Sieb-Elko immer erst im oberen Teil der Sinuswelle wieder geladen wird (Uinput > ULadeelko). Dieser sehr oberwellenreiche Stromverlauf vieler Millionen sich im Einsatz befindlicher Netzteile verusacht große Verluste in den Versorgungsleitungen, Umspanntrafos und Generatoren der Kraftwerkbetreiber.
Deshalb müssen Schaltnetzteile größerer Leistung mittlerweile geeignete Schaltungsmaßnahmen wie z.B. eine vorgeschaltete Drossel enthalten, die den Stromverlauf linearisieren.

Primär-
Element
Bezeichnung für ein galvanisches Element (Batterie). Durch eine chemische Reaktion wird elektrische Energie erzeugt. Ist die Zelle verbraucht, kann sie nicht wieder aufgeladen werden und muss durch eine neue ersetzt werden.
Eine wieder aufladbare Zelle wird Sekundär-Element genannt.

PROM
Nurlesespeicher (ROM), der einmal programmierbar ist, danach kann er nur noch ausgelesen werden.

PTC-Widerstand
Auch Kaltleiter genannt, ohmischer Widerstand mit stark temperaturabhängigem Wert, der mit steigender Temp. ansteigt (positiver Temperatur-Koeffizient).
Dient hauptsächlich als Messfühler, auch als einfache Strombegrenzung/-regelung. Alle Metalle haben einen pos. Temperatur-Koeffizient. Siehe auch NTC.
BegriffBedeutung

Quarz
Ein Quarz (für elektronische Zwecke) ist ein dünnes Plättchen aus Quarzkristall, an dessen beiden Seiten eine Elektrode angebracht wurde. Wird ein Hochfrequenz-Signal angelegt, schwingt das Quarz mechanisch, ähnlich wie eine Stimmgabel, wenn die Frequenz mit der Resonanzfrequenz des Quarzes (Grundton) oder ein ungerades Vielfaches davon (Oberton) exakt übereinstimmt. Das Quarz wird für diese Frequenz niederohmig.
Anwendungen:
- Quarz-Filter  Nur die Resonanzfrequenz des Quarzes wird durchgelassen oder gesperrt.
-Quarz-Oszillator Das Quarz bestimmt mit seiner Resonanzfrequenz die Oszillator-Frequenz und hält diese konstant.
BegriffBedeutung

Rail to Rail
Spezielle Operations-Verstärker verfügen über einen sogenannten Rail-to-Rail-Ausgang. Dies ermöglicht es, den OP bis zur vollen Höhe der pos. bzw. neg. Betriebsspannung auszusteuern.
Dies ist von besonderem Vorteil bei sehr niedrigen Betriebsspannungen und niedrigen Verstärkungs-Faktoren. Nachteil: Es kann schaltungsbedingt zu Übernahmeverzerrungen kommen.

RAM
Abkürzung für: Random Access Memory
Speichertyp, bei dem per Adressierung auf jede Speicher-Einheit direkt schreibend und lesend zugegriffen werden kann. Der gespeicherte Inhalt geht aber verloren, wenn die Betriebspannung für den Speicher abgeschaltet wird.

Radio-Daten-
System (RDS)
Ein System bei UKW-Rundfunksendern, das zusätzliche Informationen wie Sendername, Programmart, alternative Sendefrequenzen u.a. zum (entsprechend ausgestatteten) Rundfunk-Empfänger überträgt.
Die digitalen Daten werden dabei auf den ARI-Zusatzträger aufmoduliert und beeinträchtigen die Analogsignale nicht.

Rauschen
Störsignal, das bei jeder Übertragung/Verstärkung von Analog-Signalen entsteht.
Ursache ist die Bewegung der Elektronen, die nie ganz gleichmäßig ist.
Besonders störend wirkt das Rauschen, wenn es bereits in den ersten Stufen einer Verstärker-Kette entsteht, da jede folgende Stufe mit dem Nutzsignal auch das Rauschen verstärkt.
Moderne, hochwertige Bauteile, insbesondere Halbleiter, ermöglichen es heute, sehr rauscharme Verstärker u.a. zu bauen.
Bei Empfängern kommt Rauschen auch zum Teil über die Antenne (atmosphärisches Rauschen).

Rauschsperre
(engl. Squelch) Einrichtung an Sprechfunk-Empfängern zur Stummschaltung wärend den Sendepausen.
Bei jedem Empfänger ist der Rauschanteil um so geringer, je stärker das empfangene Signal ist. Die Rauschsperre sorgt dafür dass der Lautsprecher bei Sendepausen und zu schwachen Signalen stummgeschaltet wird.
Der Pegel, ab dem die Rauschsperre öffnet, kann meist am Gerät vom Benutzer eingestellt werden.

Relais
-  Elektromagne-
tischer
Schalter
  Ein kleiner Elektromagnet betätigt einen oder mehrere Schaltkontakte.
Vorteile sind Robustheit, sehr geringe Übergangswiderstände der Schaltkontakte.
Nachteilig ist der Verschleiß, insbesondere die Schaltkontakte nutzen sich ab.
Die Alternativen sind: Transistoren, Thyristoren und Triacs.
- Umsetzer für
Funksignale
Eine Relais-Station leitet die Signalinformation eines oder mehrerer Funkkanäle weiter und ermöglicht so eine Verbindung zwischen Funkpartnern, die direkt nicht möglich wäre, weil z.B. die Entfernung zu groß oder ein Berg im Weg ist.
Dazu steht die Relaisstation in der Regel auf einem exponierten Standort, d.h. auf einem Berg. Aber auch Satelliten sind Relaisstationen und ermöglichen zuverlässige Verbindungen rund um den Globus.

Remanenz
Größenangabe für die Fähigkeit von magnetischen Werkstoffen für Dauermagnete, das von außen zugeführte Magnetfeld als Dauerfeld beizubehalten. Wertangabe erfolgt in "Gauß"

Röhre
Die Elektronen-Röhre war bis in die 1960er Jahre das wichtigste aktive Bauelement der Elektronik.
In einem luftleeren Glaskolben befinden sich mehrere Elektroden (Anode, Kathode, Steuergitter)
Die Kathode wird durch einen Glühfaden aufgeheizt und gibt dadurch Elektronen in das Vakuum ab. Wird an die Anode eine positive Spannung angelegt, fließt Strom, der durch eine (kleine) Spannung am Steuergitter beeinflusst werden kann.
Transistoren haben die Röhre längst abgelöst, da diese viel kleiner und billiger sind, sowie wegen niedrigerer Betriebsspannung und durch das Entfallen der Heizung auch viel stromsparender sind.
Hauptanwendungsfeld der Röhre in der Unterhaltungs-Elektronik war zuletzt noch als Bildröhre in Fernsehgeräten und Monitoren, sie wird aber bereits immer mehr durch LCD- und TFT-Flachbildschirme verdrängt.
Nur als Endstufen-Verstärker in Hochleistungs-Sendern (> 1 kW) kann sie auch heute noch nicht wirtschaftlich durch Halbleiter ersetzt werden.

RoHS
Restriction of certain hazardos substances (Verbot giftiger Stoffe)
Neue EU-Richtlinie, die seit Mitte 2006 gültig ist und verschiedene Schadstoffe in elektrischen und elektronischen Geräten verbietet. In der Hauptsache ist das Blei, bisher in großen Mengen im Lötzinn enthalten, das durch andere Stoffe (Legierungen) ersetzt werden muss.

ROM
Abkürzung für: Read Only Memory
Speichertyp, der bereits bei der Herstellung mit den Programmierdaten gefüllt wurde.
Diese können nur ausgelesen und nicht mit neuen Daten überschrieben werden. Der gespeicherte Inhalt bleibt dafür auch erhalten, wenn die Betriebspannung für den Speicher abgeschaltet wird.

Rückkopplung
Bei einer Rückkopplung wird bei einer Verstärkerstufe ein Teil des Ausgangssignals zum Eingang zurückgeführt. Je nach Phasenlage unterscheidet man zwischen:
-  Mitkopplung Hier ist das zurückgeführte Signal gleichphasig zum ursprünglichen Eingangssignal. Dadurch wird der Verstärkungsfaktor der Stufe erhöht. Ist das rückgeführte Signal groß genug, kommt es zur Selbsterregung und die Verstärkerstufe schwingt (oszilliert), d.h. sie erzeugt auch ohne Eingangssignal ein Ausgangssignal.
- Gegenkopplung  Hier ist das rückgeführte Signal gegenphasig (invertiert, Phasenverschiebung 180°) zum ursprünglichen Eingangssignal. Dadurch wird der Verstärkungsfaktor der Stufe verringert. Da das Verstärker-Rauschen und Verzerrungs-Produkte ebenfalls zurückgeführt werden, werden diese genau so verringert. Außerdem wird die Bandbreite des Verstärkers erhöht.
BegriffBedeutung

Schalt-
Regler
siehe: Spannungs-Regler

Schein-
Leistung
Produkt aus Effektiv-Strom und Effektiv-Spannung bei sinusförmigem Wechselstrom. Kommt es durch eine Blindkomponente zur Phasenverschiebung, ist dieser Wert höher als die nutzbare Wirkleistung.

Scheitel-
Faktor
kennzeichnet bei einem periodischen Signal das Verhältnis des Spitzenwerts zum Effektivwert

Schmitt-
Trigger
Schwellwertschalter mit monostabiler Kippstufe, der Ausgang kennt nur zwei Stufen:
den Ruhezustand (low), wenn die Eingangsspannung unter dem Schwellwert liegt
und den Arbeitszustand (high), wenn die Eingangsspannung über dem Schwellwert liegt.
Einsatz z.B. als Impulsformer, 1-Bit A/D-Wandler usw.

Schottky-
Diode
Gängige Halbleiter-Dioden bestehen aus einer PN-Halbleiter-Schicht.
Bei Schottky-Dioden wird dagegen ein Metall/Halbleiter-Übergang verwendet. Dadurchergibt sich eine besonders dünne Übergangsschicht. Die Vorgänge in der Sperrschicht der Schottky-Dioden machen diese besonders geeignet für Hochfrequenz-Anwendungen und als sehr schnelle Schalter in der Digital-Technik.
Auch ist die Schwellspannung in Durchlassrichtung niedriger als bei Silizium-Dioden, weshalb sie häufig in Schaltnetzteilen als Gleichrichter eingesetzt werden um die Verluste zu reduzieren.
Der Leitungsmechanismus dieser Dioden-Art konnte von W. Schottky im Jahr 1939 als erstes erklärt werden, daher wurden sie nach ihm benannt.

Schwingkreis
Ein Schwingkreis besteht immer aus einer Induktivität (Spule) und einer Kapazität (Kondensator).
Diese sind entweder parallel oder in Reihe geschaltet. Für hohe Frequenzen ist der Kondensator niederohmig, für tiefe Frequenzen die Spule. Bei einer bestimmten Frequenz jedoch sind der induktive und der kapazitive Widerstand gleich groß, der Schwingkreis ist in Resonanz. Wird der Kreis mit dieser Frequenz gespeist, kommt es zu einer Aufschaukelung: der Kondensator wird geladen, entlädt sich wieder über die Spule, diese lädt den Kondensator wieder durch die Selbstinduktion auf usw.
Wird die externe Speisung abgeschaltet, klingt diese Schwingung langsam aus, um so langsamer, je geringer die Verluste in den Bauteilen - also die Dämpfung.

Sekundär-Element
Andere Bezeichnung für: Akku

Selbstheilung
Kommt es bei einem Folienkondensator zu einem internen Überschlag, bekommt das Bauteil meist einen dauerhaften Kurzschluss und ist defekt.
Anders bei Kondensatoren mit aufgedampften Metallbelägen: Hier verdampft die Metallisierung rund um die Schadstelle und das Bauteil bleibt funktionsfähig. Der dadurch entstandene Kapazitätsverlust ist gering und ist meist vernachlässigbar.

Selen-
Gleichrichter
Gleichrichter-Diode aus Selen. Wurde bis zur Einführung von Silizium-Gleichrichterdioden als Leistungsdiode eingesetzt. mehr

Siebung,
Siebglied
Nach der Gleichrichtung einer Wechselspannung erhält man Gleichspannungs-Impulse (Sinus-Halbwellen).
Um diese in eine reine Gleichspannung umzuwandeln, wird ein Siebglied nachgeschaltet.
Dieses wirkt als Tiefpass und besteht im einfachsten Fall aus einem Kondensator, der sich bis zum Spitzenwert der Spannungsimpulse auflädt und die Ladung in den Pausen zwischen den Impulsen abgeben kann.

Sinus-Leistung
Auch Dauer-Leistung genannt, bezeichnet die max. Ausgangsleistung, die ein Audio-Verstärker für mindestens 10 Minuten abgeben kann (bei 1 kHz Sinus-Ton und vorgegebenem max. Klirrgrad)
Dieser Wert sagt mehr über die Qualität eines Verstärkers aus als die Angabe der Musik-Leistung

Slew Rate
Kürzeste mögliche Anstiegszeit des Ausgangs-Signals bei Linearverstärkern.
Aufgrund der Grenzfrequenz einer Verstärker-Stufe werden sehr schnelle, nicht sinusförmige Eingangs-Signalformen (z.B. Rechteck) am Ausgang verzerrt wiedergegeben.
Genauer gesagt ist die ansteigende und die abfallende Flanke abgeflacht. Die Slew-Rate besagt, um wieviel Volt sich die Ausgangsspannung pro Zeiteinheit (Millisekunde oder Microsekunde) zu verändern vermag.

Software Defined
Radio (SDR)
"Software-definierter Empfänger". Modernste Microprozessortechnik übernimmt immer häufiger die Signalverarbeitung in Empfängern (und in manchen Sendern).
Ein DSP (digitaler Signal-Prozessor) digitalisiert das Empfangssignal schon auf der ZF-Ebene und ein Software-Programm übernimmt die Weiterverarbeitung wie Selektion und Demodulation bzw. Dekodierung bei digitalen Betriebsarten. Neue Funktionen können nachträglich durch einen Software-Update hinzugefügt werden.

Source
Anschluss bei einem FET-Transistor, entspricht dem Emitter-Anschluss bei bipolaren Transistoren.

Spar-Trafo
Transformator mit nur einer Wicklung mit Anzapfung(en), die Ausgangsspannung wird an der Anzapfung abgegriffen. Der Vorteil ist Materialersparnis, er ist aber nur da einsetzbar, wo eine galvanische Trennnung nicht erforderlich ist.
Die Spannungskonverter zum Betrieb von amerkanischen Geräten für 110 V AC an unserem Stromnetz sind z.B. meist als Spar-Trafos gebaut.

Spannungs-
Regler
Ein Spannungs-Regler ist eine elektronische Schaltung, die Spannungsschwankungen ausgleicht, welche durch Veränderungen bei der Versorgungsspannung oder der Stromentnahme aus dem Netzteil entstehen.
Man unterscheidet zwischen:
-  Linear-Regler  Hier muss die zugeführte Spannung immer etwas größer sein, als die benötigte geregelte Ausgangsspannung, aber je größer die Differenz, um so höher die Energieverluste, da diese unmittelbar in Verlustwärme umgesetzt werden. Lineare Spannungsregler gibt es bereits komplett fertig als IC.
- Schalt-Regler Hier wird durch Pulsbreitenregelung o.ä. Verfahren geregelt, was auch bei großen Spannungsdifferenzen die Verluste gering hält. Es ist sogar möglich eine höhere Ausgangs- als die Eingangsspannung und/oder einen Polaritätswechsel zu erreichen.
Schaltregler erfordern einen wesentlich höheren Bauteile-Aufwand, das Einsparen des großen Netztrafos für 50 Hz und der hohe Wirkungsgrad machen sie, auch wirtschaftlich gerechnet, immer interessanter.

Squelch
engl. für: Rauschsperre

Stehwellen-
Verhältnis
Maß für das Verhältnis zwischen der von einer Antenne abgestrahlten und der wegen Fehlanpassung vom Antennenfußpunkt wieder zum Sender rücklaufenden Leistung.

Suppressor-Diode
siehe: Transient Voltage Suppressor Diode
BegriffBedeutung

Technische
Stromrichtung
Technisch spricht man vom Stromfluss vom Plus- zum Minus-Pol. Physikalisch ist der Stromfluss (negativ geladene Elektronen) jedoch genau umgekehrt. Der Widerspruch stammt aus den Anfangszeiten der Elektrotechnik, als die Zusammenhänge noch nicht richtig bekannt waren.

Thermistor
Sammelbezeichnung für die verschiedenen Arten von temperaturabhängigen Widerständen, also NTC- und PTC-Widerständen

Tiefpass
Ein Tiefpass dient dazu, tiefe Frequenzen und Gleichspannung durchzulassen und hohe Frequenzen zu unterdrücken, indem z.B. ein Kondensator die hohen Frequenzen nach Masse ableitet.

Transformator
(kurz: Trafo)
Ein Trafo besteht aus 2 oder mehr Spulen, die durch einen Eisen-Kern magnetisch eng mit einander gekoppelt sind. Wird in eine der Spulen ein Wechselstrom eingespeißt, baut dieser ein Magnetfeld im Kern auf, das wiederum in der anderen Spule eine Wechselspannung induziert. Mit Gleichstrom funktioniert dies nicht, da Induktion nur mit sich ständig ändernden Wechselfeldern funktioniert. Die Ausgangsspannung ist proportional zur Eingangsspannung multipliziert mit dem Übersetzungs-Verhältnis.
Trafos werden eingesetzt für Frequenzen ab wenigen Herz bis in den UKW-Bereich. Größte Bedeutung haben sie aber als Netz-Trafo, um die hohe Netzspannung auf den benötigten Wert einer elektronischen Baugruppe herabzusetzen und gleichzeitig eine elektrische Trennung von der lebensgefährlich hohen Netzspannung zu erreichen.

Transient Voltage Suppressor Diode
(kurz: Suppressor-
oder
TVS-Diode)
Eine Suppressor-Diode dient zum Schutz vor kurzzeitigen Überspannungen durch Absorbtion.
Sie verhält sich ähnlich wie eine Z-Diode, d.h. sie wird ab einer bestimmten, in Sperr-Richtung anliegenden Spannung leitfähig.
Ihre Kennlinie ist zwar nicht so scharf ausgeprägt, sie kann aber kurzzeitig einen wesentlich höheren Durchlass-Strom vertragen.

Transit-Frequenz
Frequenz oberhalb der oberen Grenzfrequenz, bei der die Verstärkung eines signalverstärkenden Bauelements (Transistor/OP o.ä.) auf 1 abgesunken ist.

Transponder
Automatisch arbeitender Sende-Empfänger. Empfängt er auf seiner Empfangsfrequenz ein Signal, antwortet er darauf mit der Aussendung einer Identifierungs-Sequenz.
Anwendungen:
-  Flugfunk  Flugzeuge identifizieren sich automatisch gegenüber dem Tower
- Waren-Etiketten
(RFID)
Nachfolger des Barcode-Systems an der Supermarkt-Kasse. In Zukunft soll damit sogar die Kassierin überflüssig werden, die Waren identifiziern sich elektronisch, wärend sie noch im Warenkorb liegen.
Auch Haus- und teilweise Nutz-Tiere bekommen RFID-Chips unter die Haut eingepflanzt um Informationen zum Besitzer u.a. auslesen zu können.
BegriffBedeutung

Übernahme-
Verzerrungen
Unerwünschte Verzerrungen, die nur bei Gegentakt-Verstärkern auftreten können.
Durch die Schwellspannungen der Basis-Emitter-Strecken der Verstärker-Transistoren kommt es zu Verzerrungen, wenn die Vorspannung zu niedrig ist. Eine hohe Vorspannung bedeutet hingegen auch einen hohen Ruhestrom und damit hohe Verlustleistung. Die in der Praxis gewählte Vorspannung ist daher oft ein Kompromiss zwischen Wirkungsgrad und Signalverfälschung.
Siehe auch: Übernahme-Verzerrungen bei Röhren-Verstärkern

Übersetzungs-
Verhältnis
Kennwert bei Transformatoren und Übertragern. Es gibt das Verhältnis der Windungszahl der Primärwicklung zur Windungszahl der Sekundärwicklung an.
Dieses Windungsverhältnis entspricht auch exakt dem Verhältnis zw. Eingangs- (Primär-) und Ausgangsspannung (Sekundärspannung) des Trafos.

Übertrager
Transformator speziell für den Tonfrequenz-Bereich. Dient zur Impedanz-Anpassung, Symetrierung und/oder Potentialtrennung. Spezielles Kernmaterial und andere Kostruktionsmaßnahmen (Luftspalt) sorgen dafür, dass möglichst der ganze Tonfrequenz-Bereich gleichmäßig und verzerrungsfrei (linear) übertragen wird.

Übertragungs-
Bereich
Frequenzbereich zwischen unterer und oberer Grenzfrequenz bei frequenzabhängigen Schaltungen.

Umrichter
Eine Schaltung, die eine Wechselspannung einer bestimmten Frequenz auf eine Wechselspannung einer anderen Frequenz umwandelt
BegriffBedeutung

Verstärkung
Grundlegende Kenngröße jedes Verstärkers. Man unterscheidet zwischen Stromverstärkung, Spannungsverstärkung und Leistungsverstärkung.
Bezeichnet wird der Wert als Verstärkungsfaktor "v" und wird folgendermaßen berechnet:
v =  Ausgangswert
Eingangswert
Durch Gegenkopplung lässt sich der Verstärkungsfaktor gezielt reduzieren.
BegriffBedeutung

Wafer
Dünne Scheibe aus kristallinem Silizium, Ausgangsmaterial zur Herstellung von Halbleitern (Transioren und ICs).

Wechselrichter
Wandelt Gleichspannung in Wechselspannung (Rechteckform, Trapezform, Sinusform) um.
Diese Wechselspannung lässt sich dann z.B. mit einem Trafo verlustarm auf höhere oder auch kleinere Werte umtransformieren und gegebenfalls wieder gleichrichten.
Die ersten Wechselrichter (auch Zerhacker genannt) arbeiteten mit einem mechanischen Schalter der den Gleichstrom rhytmisch unterbrach, moderne Geräte verwenden Leistungs-Transistoren dazu.
Die Entwicklung verlustarmer Hochleistungs-Feldeffekt-Transistoren haben auch die Wechselrichter weiter miniaturisiert, da diese sehr hohe Schaltfrequenzen (ca. 100 kHz) ermöglichen und damit die notwendigen Transformatoren sehr klein und leicht sind.

WEEE
Waste Electrical and Electronic Equipment (Entsorgung von elektrischen und elektronischen Geräten)
Neue EU-Richtlinie, die Mitte 2006 gültig ist und die Länder der EU dazu verpflichtet, ein Entsorgungssystem zu errichten, das es dem Endverbraucher erlaubt, seine Altgeräte kostenlos zum Recycling abgeben zu können. Ziel ist es, dass zum einen die in den elektronischen Baugruppen enthaltenen Schadstoffe (Schwermetalle u.a.) nicht wie bisher auf den Mülldeponien landen und zum anderen dass wertvolle Rohstoffe wie Kupfer, Eisen, Aluminium usw. durch Recycling wiedergewonnen werden. Die Kosten für das System müssen die Hersteller und Importeure von Neu-Geräten in der EU tragen.

WiMAX
Standard für drahtlose Netzwerk-Technologie (WiMAX = Worldwide interoperability for Microwave Access)
Er ermöglicht den breitbandigen Internet-Zugang unabhängig vom Telekom-Netz.
Der technische Aufwand ist für den Betreiber (Provider) jedoch relativ groß und wird sich in absehbarer Zeit nur in Gebieten rechnen, die aus Kostengründen nicht mit DSL versorgt werden können.
Die Geräte arbeiten mit max. 30 Watt, speziellen Richtantennen und ermöglichen Entfernungen bis zu 50 km.
BegriffBedeutung

Yagi-Antenne
Die Yagi-Antenne ist die auf UKW am meisten gebräuchliche Form einer Richtantenne und ist nach ihrem Erfinder, den Japaner Yagi benannt.
Sie besteht aus mehreren stabförmigen Elementen:
1. der Dipol, das eigentliche Empfangselement, an den das Zuleitungskabel angeschlossen wird
2. ein oder mehrere Reflektor-Stäbe, hinter dem Dipol angeordnet, schirmen vor (Stör-)Strahlung von hinten ab und reflektieren (verstärken) das von vorne kommende Signal
3. meist mehrere Direktor-Stäbe, vor dem Dipol angeordnet, wirken wie ein optisches Linsensystem und bündeln das Signal zum Dipol hin.
Je mehr Elemente die Antenne besitzt, um so stärker ist die Bündelung und daher der sog. Gewinn (Angabe in dB). Dieser besagt, wieviel mehr Signalspannung die Antenne gegenüber einer einfachen Dipol-Antenne liefert.
BegriffBedeutung

Z-Diode
Eine Z-Diode (früher Zener-Diode genannt) ist eine normale Diode, die in Sperrrichtung betrieben wird. Die (normalerweise unerwünschte) Durchbruchspannung wird bei ihr gezielt genutzt, steigt die Spannung an der Z-Diode über den Nennwert an, wird diese leitend.
Eine Z-Diode braucht immer einen Vorwiderstand, der den Strom durch die Diode auf zulässige Werte begrenzt und diese nicht zerstört.
Anwendungen:
- Stabilisierung von Spannungen
- Schutz vor Überspannungen

Zerhacker
siehe: Wechselrichter

Zweiweg-Gleichrichter
siehe: Gleichrichter

Zwischenfrequenz
(ZF, engl.: IF)
In Superhet-Empfängern (Überlagerungsempfänger, heute nahezu ausschließlich eingesetzter Typ) wird das empfangene Hochfrequenzsignal zuerst auf eine wesentlich niedrigere und für alle Empfangsfrequenzen gleiche Frequenz heruntergemischt.
Diese Frequenz nennt man Zwischenfrequenz. Die Methode ermöglicht die Verwendung von Filtern hoher Güte und damit optimale Selektions-Eigenschaften.