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Burgruine Alt Windeck
zur Burgen-Tour Auswahlseitezur Burgen-Tour Auswahlseite Geschichte der Stadt Buehl

Die Burgruine Alt-Windeck
bei Bühl (Baden)

Sie befindet sich auf einem Bergausläufer oberhalb von Bühl-Kappelwindeck auf einer Höhe von 380 m über dem Meeresspiegel.
Die Burg wurde im 12. Jhdt. durch die Herren von Windeck erbaut und von ihnen bis in das 16. Jhdt. bewohnt.

Blick auf die Burg von Westen Blick von Norden

Geschichte der Burg:
Man vermutet, dass bereits die Römer hier oben einen Wachturm errichtet hatten, zur Unterstützung der Kastell-Anlage, die sich an der Stelle des heutigen Bühler Rathauses befand.

Im Jahr 1212 sind die Herren von Windeck erstmals urkundlich erwähnt und nach ihrer Stammburg benannt, die ein deutliches Zeichen ihres Machtanspruchs darstellt. Die Anlage besteht im wesentlichen aus 2 Bergfrieden und 2 Pallasbauten die von den Zwingermauern umgeben sind.

Die Herren von Windeck besaßen die Schirmvogtei über das Kloster Schwarzach, waren Lehensleute der Grafen von Eberstein, später der Bischöfe von Straßburg, der Markgrafen von Baden (ab 1347), der Geroldsecker, der Lichtenberger, des Klosters Schwarzach und auch des Reiches.
Der wirtschaftliche Niedergang und der zunehmende Druck seitens der Landesfürsten führten zum Verkauf von Gütern und zur Teilnahme an Aktionen der Ritterbünde gegen die Landesfürsten. Ab 1429 sind die Windecker nur noch Teilhaber an ihrer Burg. Die Windecker lagen in Folge immer wieder in Fehde mit den Grafen von Württemberg und der Stadt Straßburg.

Die Burg Alt-Windeck wurde mehrmals belagert, aber nie eingenommen. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts brennt die Burg ab, wird aber teilweise wieder aufgebaut.

Im Jahr 1466 heiratete die letzte Alt-Windeckerin Anna den Ritter Berthold IV. von Neu-Windeck.

Die Windecker verlassen in Folge ihre Höhenburg und ziehen in den Schlosshof in Bühl, heutiger Standort des Hotels "Badischer Hof". Die Burg verfällt und liegt bereits 1561 in Trümmern und wird als bequeme Quelle für Baustoffe genutzt.

1592 verstarb der letzte Windecker.

Quelle: Tafel auf der Burgruine


Die Burg ist bequem mit dem Auto erreichbar. Einer der beiden Bergfriede (Burgturm) ist begehbar und bietet eine ausgezeichnete Aussicht in das Rheintal bis zu den Vogesen und dem Straßburger Münster im Elsass (Frankreich).
Der Eintritt ist frei.
Auf dem Burggelände befindet sich auch ein Restaurant mit Aussichts-Terasse, Tel . 07223 / 949203

Mauerrest eines der Palas-Gebäude Ost-Bergfried